Lollapalooza Berlin 2019 – Review

Letztes Wochenende war es soweit, das wohl letzte Festival der Saison fand in Berlin statt. Das Lollapalooza Berlin hatte erneut auf dem Gelände des Olympiastadions seinen Platz gefunden, was meiner Meinung nach perfekt als Festivalfläche passt. 🙂

Also ging es vergangenen Samstag bereits ziemlich früh via Fernbus nach Berlin. Angekommen in unserem Hotel, Riu Plaza Berlin* (Werbung, unbezahlt), konnten wir direkt in unser Zimmer, obwohl erst viel später Check in gewesen wäre – klasse Service! Und auch sonst tat das Hotel alles, damit man sich wohl fühlt. Zimmer, Bad, Betten, Sauberkeit, Frühstück waren unserer Meinung nach wirklich top. Der einzige Nachteil, Frischluft suchte man im Zimmer vergeblich. Da unser Zimmer ziemlich weit oben war, 14. Stock, konnte man die Fenster leider nicht öffnen, dafür gab es dann eine Klimaanlage.

Tag 1

Nachdem wir uns im Hotel Festival ready gemacht haben, ging es dann auch endlich los. Das Hotel lag wirklich sehr gut, sodass wir direkt in die U-Bahn hüpfen konnten die direkt bis zum Stadion fuhr. Dort angekommen brauchte man nur ca. 5 Min. Fußmarsch um zu Einlass zu kommen. Dieser ging auch wirklich schnell, genau wie im letzten Jahr musste man kaum anstehen. So wurde wir nur noch kontrolliert und schon waren wir drin. Das Wetter war grau und trüb, aber erstmal einen Überblick verschaffen. Wie im letzten Jahr gab es zahlreiche Stände im Fashionpalooza, FunFlair oder im Streetfood Markt. Vieles konnten wir uns gar nicht ansehen, da uns dann doch die Acts wichtiger waren und man bei einigen Sachen einfach mind. eine 1 h anstehen einplanen hätte müssen. 😀 Das galt leider auch an den Essensständen….

An sich war es ähnlich aufgebaut wie im letzten Jahr, die zwei großen Stages draußen, eine kleinere ebenfalls und die Weingarten Stage eben im Weingarten. Im Stadion selbst dann die riesige Perrystage, im diesen Jahr haben Sie dann auch endlich die Ränge aufgemacht (dafür schon mal Daumen hoch!). Doch bereits ohne diese Ränge, war die Perry Stage im letzten Jahr die größte weltweit!

Am ersten Tag erlebten wir Dynoro, Gramatik, Billie Ellish (OMG ♥), Scooter, Kungs, Twenty One Pilots und die Swedish House Mafia. Stimmungsmäßig war leider noch nicht viel von Festival zu spüren, aber das lag sicher am Wetter, denn es hat am Nachmittag und Abend geregnet. Aber viele, viele Menschen hielten durch und wollten wirklich eine geile Party. Etwas enttäuscht war ich allerdings von Scooter, nicht von der Musik, die kennt man ja, aber von der Soundeinstellung. Ähnlich wie im letzten Jahr bei Alison Wonderland lief da irgendwas nicht ganz rund. Oder darf man H.P. nicht mehr so nach oben kurbeln? Weiß da jemand mehr? Das interessiert mich wirklich 😀 Wo tatsächlich alle Teenies (und ja ich auch) ausgerastet sind, war Billie Ellish. Unglaublich coole Socke! 😀 Aber auch hier war soundtechnisch nicht das optimale geboten. Kann aber auch an dem Wind gelegen haben. Auf jeden Fall war es toll sie live zu erleben. Und das, obwohl ich schon Angst hatte, dass sie nicht auftreten kann, da sie sich den Fuß erst kürzlich gebrochen hatte. Aber sie hat durchgezogen, mit Springen! 😀 Das Finale von Tag 1 war für uns dann die Swedish House Mafia. Wenn Sie schon ein mega Comeback hatten, muss man sie doch auch mal live erleben. 😉 Dennoch fanden wir es mittelmäßig, klar haben sie ihre Hits gespielt, aber irgendwie hat man auch viel mehr erwartet, ich zumindest. 😛 Beendet wurde der Tag mit einem grandiosen Feuerwerk und jeder Menge (Papier)Konfetti*.

*muss man ja mittlerweile erwähnen 😉

Tag 2

Am zweiten Tag sah das Wetter schon wesentlich besser aus und nachdem wir etwas auf dem Gelände waren, spielte dann auch schon Rita Ora! Einer der Gründe, der für das Festival sprach. Live echt stark, coole Show und jeder Hit ein Hit. 😀 Danach verschlug es uns wieder auf die Perry Stage wo wir auf Loud Luxury warteten. Der Song „Body“ von ihnen hat sich einfach seit erscheinen in mein Hirn gebrannt und ich war froh sie einmal live zu sehen. 🙂

Hier mal zum reinhören:

Danach genossen wir etwas die Sonne und entspannten bei Hozier. Seine Musik passte wirklich sehr gut dazu. 🙂 Kurze Pinkelpause später machten wir uns dann auch schon auf zur Perry Stage, denn wir wollten den Mainact heute: Martin Garrix unbedingt gut sehen und wir wollten die Situation einmal abchecken. Es spielte also bereits der Act davor, Don Diablo. Wir entschieden, da die Situation noch sehr entspannt war (draußen spielten Kraftklub und Co.) soweit wie möglich nach vorn zu gehen.

Die Perry Stage hatte zwei Wellenbrecher, also insgesamt drei Wellen. Wir kamen gut durch den ersten Wellenbrecher und stoppten dann beim zweiten, der quasi in die vordere Partie führte. Hier standen wir dann. Ganz ruhig, hörten Don Diablo zu uns warteten, dass wir endlich reingelassen werden. Aber Pustekuchen. Irgendwas lief hier wirklich sehr, sehr falsch und diese ganze Situation die ich jetzt versuche zu schildern, sollten die Veranstalter sich zu Herzen nehmen und überdenken. Der Zeitraum dieser gesamten Situation ist in etwa ein wenig über eine Stunde.

Wir standen in einer kleinen Menschentraube, schätzungsweise 30 Leute. Also eigentlich ist es ziemlich sicher, das wir es hätten schaffen können. Ca. 45 Minuten bevor Martin Garrix begann änderte sich diese Situation schlagartig. Es kamen so viele Menschen genau zu diesen kleinen Eingang und wollten natürlich alle nach vorn, wir mittendrin. Der Druck stieg. Die Temperatur stieg. Die Luft wurde knapp. Man spürte Ellenbogen am ganzen Körper. Menschen weinten. Menschen brachen zusammen. Menschen war das scheiß egal. –  Das schlimme war tatsächlich, das wir auch gar nicht so leicht raus kamen aus dieser Situation. Die Situation nach Luft ringen zu müssen und zu beten, das dies hier nicht eskaliert und wir alle irgendwie in ganzen Stücken hier raus kommen. Ich kann euch nicht ansatzweise erklären wie das zu Stande kam. ABER: Die Security hat hier einfach dicht gemacht. Sie ließen weder Frauen, die zusammenbrachen o.ä. raus oder klärten die Situation mit Manneskraft. Sie ließen die Situation laufen, schrien ein paar Mal, das war eben ihre Deeskalation. Ganz ehrlich es war eine abartige Situation. Als wir es nach draußen geschafft haben, zitterte ich am ganzen Körper, musste mich setzen und brauchte erstmal Zucker. Für solche Fälle habe ich tatsächlich immer Traubenzucker dabei. Wir schauten uns die Situation dann von der Seite an. Neben uns ein kleines Mädel, die unbedingt rein wollte, aber scheinbar allein da war. Nach über einer Stunde öffneten die Security Leute dann endlich punktuell die Eingänge, ließen einzeln hinein. Wir haben versucht ein Schutzschild um die Kleine zu bilden, so haben wir es dann auch nach drin geschafft. Die Situation innen war dann einfach unerklärlich. So viel Platz, so viele weinende Menschen, so viele einfach fertig und kaputt. Doch dann kam Garrix & der viele Platz tat sehr gut nach solch einer Situation…

FAZIT

Das Lollapalooza hat im Vergleich zum letzten Jahr erheblich aufgerüstet. Die Kritik ernst genommen und reagiert. Das finde ich wirklich gut. Für das Wetter kann niemand was, aber ich denke man hat das Beste daraus gemacht. Die Influencer-Dichte ist bei diesem Festival nahezu an der Maximalgrenze. Wenn ihr hier also in der Essensschlange hinter jemanden bekannten steht ist das nicht verwunderlich. Tatsächlich finde ich die Situation aber sehr angenehm, sie spielen sich nicht extrem in den Vordergrund und sind zu ihren Teenie-Fans auch wirklich nett. Aus der Ferne haben wir auch ein paar Sternchen gesehen. 😛  Die Anbindung zum Festival ist optimal. Die Lage am Olympiastation nahezu optimal und ich bin gespannt wie das Ganze 2020 umgesetzt wird. Natürlich gibt es Verbesserungsmöglichkeiten, aber ich denke und merke das sie Kritik annehmen und sich stetig verbessern. Und am Rande: Beste Stage war die von Melitta! Karaoke zum Festivalclosing und die ganzen Menschen singen mit. Schönes Ende ❤

Bewegtbilder gibt es auf meiner Instagram-Page in den „Concerts #2“ Storyhighlights. Viel Spaß ❤

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