TRAVEL DIARY BALI: WASSERFÄLLE, STRÄNDE, TEMPEL UND EIN KRANKENHAUSBESUCH

Pura Luhur Batakaru Tempel

Zu meinem Geburtstag im letzten Jahr, bin ich mit meiner besten Freundin für ein paar Tage nach Bali gereist. Ich habe bisher nicht darüber geschrieben, um die Erinnerung für mich zu haben, um sie zu genießen. Jetzt möchte ich meine Erfahrungen, Tipps und Eindrücke mit Euch teilen.

Blick aus dem Flugzeug
Blick aus dem Flugzeug

DER FLUG

Ich war aufgeregt, war es doch mein erster Langstrecken-Flug und das bisher weit entfernteste Ziel für mich. Meine Flugangst in dieser Situation war am Anschlag. 14 Stunden Flugzeit, ich muss sagen, es war angenehmer als ich dachte, auch wenn mir die letzten Stunden die schlechte Luft im Flugzeug zum Verhängnis wurde. Ich hatte neben meiner besten Freundin noch einen weiteren Platznachbar, der wie ich immer wieder versuchte den neuen Star Wars Film bis zum Ende zu sehen, aber schlussendlich vielen uns immer die Augen zu, was gut war, zumindest für mich. Ich vergaß somit die Flugangst und die Zeit verging schneller. Wir hatten uns für einen Flug ab Frankfurt über Singapur mit Singapore Airlines entschieden. Mussten um den Anschlussflug zu bekommen durch den wahnsinnig großen Flughafen rennen und haben es geschafft.

UNSER HOTEL: INAYA PUTRI BALI

Super schönes, sauberes, modernes Hotel. Wir haben unseren kompletten Urlaubszeitraum im Inaya Putri Bali verbracht und von dort aus individuelle Touren durch ganz Bali gemacht. Das Hotelpersonal empfängt einen freundlich und war immer sehr hilfsbereit. Autos werden vor dem Befahren des Geländes Sicherheitstechnisch überprüft und auch am Strand befindet sich Sicherheitspersonal.

Der Strand ist sauber, da er stündlich vom Müll, der angespült wird, gesäubert wird. Im Wasser selbst war es tagesabhängig wie viel Müll im Wasser ist. (Tipp: Früh ist es relativ sauber!) Das liegt daran, dass Bali nah am Äquator liegt und die Strudel den Müll an die Insel spülen. Hierbei handelt es sich nicht (ausschließlich) um Müll der Balinesen, sondern aus aller Welt (China, Japan, etc.). Alle Infos zu dieser Lage wurde auf unaufschiebbar.de sehr gut beschrieben, klickt mal rein. 🙂

Es gibt jede Menge fliegende Händler am Strand, die aber nach einem Nein auch weiterziehen. Weitere Händler mit festen Stand befindet sich auf dem Gelände, hier kann man ganz gut handeln. Die zahlreichen Restaurants im Hotel waren qualitativ sehr hoch und es war alles sehr lecker. Wir hatten ein Deluxe Zimmer mit Pool Zugang gebucht und waren wirklich sehr zufrieden. Draußen war es ruhig, die Minibar wurde mehrfach aufgefüllt (Softdrinks) und jeden Tag gab es vier kleine Flaschen Wasser. Auch hier war alles sehr modern eingerichtet und auch im Bad zog sich dieses Bild weiter. Für mich gab es vom Hotel sogar eine kleine Aufmerksamkeit, da ich Geburtstag hatte. Das Hotel hat wirklich sehr viel dafür getan, dass wir uns wohl fühlen.

INSEL MIT EINEM TOURGUIDE ERKUNDEN

Für deutschsprachige Touren empfehle ich gern unseren Guide Ariana von der Firma Pacto. Ariana hat die Touren nach unseren Wünschen gebaut und hat uns jede Menge Hintergrundinformationen und spontane Stopps unterwegs verschafft. Zunächst hatten wir vor der Reise einen anderen Guide online gebucht, der uns aber enttäuscht hatte und somit gingen wir weiter auf die Suche, tatsächlich war die Firma eine Empfehlung unseres Reiseanbieters FTI.

TOUR 1: TURTLE CENTER, WASSERFALL, TEMPEL, REISTERRASSEN

Turtle Conservation And Education Center

Mit dem ersten Guide sind wir u.a. in das Turtle Conservation And Education Center gefahren. Das haben wir in einer kleinen Online Recherche gefunden, da wir gern eine Auffangstation abseits der „wir karren da jetzt mal die Touris hin“ besuchen wollten und mit Menschen sprechen wollten, die ihrer Arbeit aufopferungsvoll nachgehen. Also bitte bitte nicht mit dem Turtle Park o.ä. verwechseln! Wir hatten ein gutes Gefühl bei einem Besuch hier. Sauber und gepflegte Anlage. Uns wurde vorab alles erklärt, jede Schildkröte und deren Schicksal (Motorbootverletzungen, Tumore, Plastikmüll etc). Man wird zu nichts gezwungen, muss keinen Eintritt zahlen, kann aber eine Spende hinterlassen. Am Ende durften wir die Schildkröten füttern und eine kleine in den Händen halten. Ich hatte beim Verlassen wirklich das Gefühl, dass den Tieren hier geholfen wird. Und auch unser Guide und der Fahrer waren sichtlich von dem Center angetan, sodass wir vielleicht doppelt gutes getan haben, da er mit zukünftigen Gästen vielleicht lieber hier her fährt, als zu den Centern die nur nur Geld machen wollen. Bitte erkundigt Euch vorher umfangreich!

Dann waren wir am Tegenungan Wasserfall, der vom weiten sehr schön aussah, vom Nahen allerdings eine braune Brühe war. Für den Besuch von Wasserfällen fallen kleine Gebühren an (i.d.R. um die 1-2 Euro), was völlig in Ordnung ist (man denke nur einmal an das Müllthema). Dann fing es an unangenehm zu werden, unser Guide fuhr uns nämlich in ein Restaurant, auf einen Hügel. Es kam uns vor wie eine Touristenfalle bzw. Geldscheffelei (was wir am Nachmittag nochmal erfuhren, da er uns zu einer Kaffeefarm brachte, die wir nicht sehen wollten). Wir haben daher nur was getrunken und die Aussicht auf den Mount Batur genossen, die war tatsächlich sehr schön! Dann ging es zum Gunung Kawi Sebatu Tempel. Das ist ein ruhiger Wassertempel. Für das Betreten des Tempels fallen erneut Gebühren an, allerdings erhaltet ihr hier auch Leihgewänder, um landestypisch Beine und Schultern zu bedecken. Danach standen die Tegalalang Reisterrassen auf dem Plan. Ich muss sagen, dass sie mir tatsächlich nicht so sehr gefallen haben. Denn diese Reisterrassen waren absolut eine kleine Touristenfalle, man musste sich erstmal durch die Händler kämpfen und dann Eintritt für die Terrassen bezahlen. Das unverschämte: man konnte sich zwar dann frei bewegen, allerdings gab es diverse Checkpoints die dann nochmal Geld verlangten. Das hatte dann einen faden Beigeschmack und wir sind rebellisch einfach weitergegangen (so wie das fast alle taten).

Jetzt könnt ihr vielleicht auch nachvollziehen, warum wir den Guide gewechselt haben. 😉

TOUR 2: WASSERTEMPEL, EINHEIMISCHER MARKT, REISTERRASSEN

Die erste Tour mit Ariana startete am Pura Tanah Lot Tempel, übersetzt „Meerestempel“ ist der wohl meistbesuchte Tempel auf Bali, das merkt man auch an der Beuscherzahl vor Ort. Er liegt in der Nähe von Kuta an der Küste und ist, auch wenn man es nicht vermutet künstlich angelegt wurden. Da er mitten im Meet liegt, ist es den Gläubigen (Hinduismus) nur zur Ebbe möglich den Weg in den Tempel zu finden.

Pura Tanah Lot Tempel
Pura Tanah Lot Tempel

Da auch Tabanan in der Nähe liegt, brachte unser Guide uns auf den einheimischen Markt, hier konnten wir tatsächlich landestypisch einkaufen und um unser Obst handeln. Das war wirkliche eine schöne Erfahrung. Im Übrigen befinden sich auch in Märkten, kleine Tempel. Weiter ging es zu einem der „Muttertempel“ in Bali, der jedoch nicht von Touristen überrannt wird (das war wirklich sehr angenehm). Wir erreichten den  Pura Luhur Batakaru Tempel in den Bergen und tatsächlich nieselte es anfangs ein wenig. Das ist wohl auch eine Besonderheit von Bali, je nach Aufenthaltsort (Berge, Stand) habt ihr hier 17 bis 34 Grad. So wachsen in den Bergen auch Erdbeeren 😉 Der Tempel befindet sich an den südlichen Ausläufen von Bali’s zweitgrößtem Vulkan Mount Batukaru und gehört zu den sechs Nationalheiligtümern Bali’s. Außerdem soll er zu den neun Tempel gehören, die Bali vor dem Teufel schützen.

Pura Luhur Batakaru Tempel
Pura Luhur Batakaru Tempel

Danach führte uns Ariana zu den weitaus schöneren und ruhigeren Reisterrassen in Jatiluwih. Hier haben wir in einem Restaurant gegessen und danach sind wir durch die Terrassen gegangen und haben diese unglaubliche Ruhe und den nicht endenden Ausblick genossen. Hier zahlten wir übrigens keinen Eintritt und hier gab es auch keine Checkpoints.

Reisterrassen in Jatiluwih
Reisterrassen in Jatiluwih

Den Abschluss des Tages machte der Pura Ulun Danu Bratan Tempel, der einigen von Postkarten im Gedächtnis sein könnte. Der Wassertempel liegt in den Bergen am Vulkansee Bratansee, dessen Wasser als heilig gilt.

TOUR 3: WANAGIRI HIDDEN HILLS, WASSERFÄLLE, AFFEN

Unsere dritte Tour ging erneut in die Berge, zu den Wanagiri Hidden Hills, wohl DIE Fotolocation in Bali. Die verschiedenen Stationen liegen direkt an der Straße und gegen eine kleine Gebühr kann hier jeder ein Erinnerungsfoto machen, außerdem habt ihr einen unglaublichen Ausblick. Tatsächlich waren die Fotospots nicht so überlaufen wie vermutet.

Wanagiri Hidden Hills
Wanagiri Hidden Hills

Danach war es Zeit für Wasserfälle. Zu erst aßen wir in einem Restaurant in der Nähe und ich kann euch nur empfehlen einmal die gebackene Bananen mit Palmzucker zu probieren! Nach der Stärkung ging es dann zum Munduk und Git Git Wasserfall. Auf der Rückfahrt haben wir dann auch noch ein paar (okay gefühlt hunderte) Affen am Straßenrand gesehen, das war uns ganz recht, denn in den Monkey Forest wollten wir nicht.

TOUR 4: BEACH HOPPING & ULUWATU TEMPEL

Unsere letzte Tour haben wir mit Ariana’s Bruder gemacht, da wir ausschließlich einen Fahrer brauchten. Denn wir wollten unbedingt noch ein paar Strände entdecken. So trieb es uns zum Pandawa Beach, Nyang Nyang Beach und zum Green Bowl Beach. Beim letzten gab es einen wundervollen Strand, an dem man fast allein ist. Die Höhlen bieten Schutz für Klamotten etc. Bei uns saß hier eine Händlerin drin und ansonsten war da niemand. Traumhaft, der Ausblick aus der Höhle ist einfach unbezahlbar. Die Wellen sind bei der Flut etwas heftig, also bitte aufpassen. Zum Strand führen etwa 100 Stufen.

Green Bowl Beach
Green Bowl Beach

Danach wollten wir beim Uluwatu Tempel eigentlich den Sonnenuntergang ansehen, das war aber gar nicht so leicht und der Tempel wahnsinnig überfüllt, sodass wir uns dann dagegen geschieden haben.

MEINE ERFAHRUNG MIT DEM KRANKENHAUS

So schön es in Bali auch war und wie sehr ich es genossen habe. Ich musste ins Krankenhaus. Bereits am zweiten Tag hatte ich einen Ausschlag an den Füßen bekommen. Der sah zunächst nur etwas rot aus und ich konnte nicht erklären woher dieser kam, da wir die ersten Tage nur unterwegs waren und ich fast immer Turnschuhe anhatte. Naja das Ende vom Lied: Es wurde schlimmer, von Tag zu Tag, die haut spannte, es schmerzte, ich konnte kaum mehr laufen. Ich vermied Reibung und ähnliches, aber vor der dritten Tour musste ich dann in den sauren Apfel beißen und ins Krankenhaus welches zum Glück direkt in der Nähe war. (Auf Nusa Dua ist für alles gesorgt) Hier wurde dann nach einer wirklich ausführlichen Behandlung vermutet, dass es sich um einen Sonnenbrand handelt der sich evtl. durch eine Wunde am Fuß entzündete. Ja genau, so guckte ich auch. Ich kann die Schmerzen die ich hatte nicht beschreiben, aber von einem Sonnenbrand kamen die definitiv nicht. Man hat mir Tabletten und eine Creme verschrieben. Alles im Allen hat mich das über eine Million Indonesische Rupiah gekostet, umgerechnet ca. 90 Euro. Aber Salbe und Tablette half (nachdem ich erstmal gegoogelt habe was das für Medikamente sind).

EINE WIEDERKEHR IST BESCHLOSSENE SACHE

Tattoo
Tattoo, Foto: Martin Neuhof

Direkt danach beschlossen wir wieder zu kommen, nochmal nach Bali zu reisen, den Mount Batur zu besteigen und endlich Nusa Penida zu erkunden. Wir haben viel gesehen, aber nicht alles, vielleicht auch weil ich etwas lauffaul durch die Krankheit war. Aber ich spüre und ich weiß das es mich auf diese Insel zieht, in Gedanken, in Träumen. Alles in Bali wirkt so spirituell und entspannend auf Körper, Geist und Seele. Mittlerweile trage ich die Erinnerung an Bali auf der Haut. Marissa entwarf mir ein Tattoo mit einem Symbol was für mich für Bali steht: Die Lotusblüte. (Foto: Martin Neuhof)

Wenn ihr Fragen zu Bali habt, lasst es mich wissen, ich versuche gern diese zu beantworten. Ich hoffe Euch hat der Beitrag gefallen und ihr habt etwas mehr über die Insel gelernt. In einem extra Beitrag werde ich die Tage ein paar kurze Tipps für Euren Besuch in Bali verfassen.

XOXO

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2 Kommentare zu „TRAVEL DIARY BALI: WASSERFÄLLE, STRÄNDE, TEMPEL UND EIN KRANKENHAUSBESUCH

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