DER TUMOR DER WELT.

Foto: Martin Neuhof 

Seit Wochen drehen meine Gedanken sich wie ein Tornado und es ist alles nur ziemlich schwer zu fassen. Was in der Welt derzeit passiert benötigt viel mehr Worte, um auszudrücken wie kaputt unsere Heimat ist. Ich erwische mich immer wieder, wie ich aus der Haut fahre, innerlich schreie, fast verrückt werde, aber es nicht in Worte fassen kann was gerade in mir los ist.

Des öfteren habe ich mich auch ertappt, dass ich an früher zurück gedacht habe, damals als mir das alles eigentlich egal war und ich lieber mit meinem Gameboy Pokemon gefangen habe (ja so alt bin ich!). Aber als dann plötzlich zwei Türme in der USA einstürzten, flossen auch bei mir die Tränen und es war kaum einzufangen was man da für Gedanken hat. In diesem Jahr war ich 13 Jahre alt, musste mich das erste Mal so richtig mit Terrorismus auseinander setzen, jeder Sender berichtete und auch in der Schule war es Thema, denn eine Schweigeminute gab es nach meiner Erinnerung.

Wenn man diesen Beginn sieht und sich die Welt im Hier und Jetzt ansieht hat unsere Heimat wohl einen riesigen Tumor in sich und die Heilung sieht sich in weiter Ferne.

Hier spreche ich nicht ausschließlich vom Terrorismus, nein, alles was in der Welt derzeit abgeht ist grauenvoll. Kleinkinder verhalten sich trotzig und sticheln sich mit Atomraketen an, Journalisten sitzen hinter Gittern, weil sie ihre Arbeit gemacht haben und eine Partei zieht mit Naziparolen in den Bundestag ein. In Leipzig werden Frauen angegriffen, Männer mit Messern niedergestochen und unschuldige Menschen wie Zhebo, der sich vollends in Deutschland integriert hat, abgeschoben.

Ich fühle mich hier nicht mehr zu Hause. Das ist eine Welt, ein Land, ein Ort und doch unser allen Heimat. Wie entfernt man nun diesen riesigen Tumor? Vielleicht hilft zu Beginn ein Miteinander auf das man sich auch verlassen kann. Es wird niemand am Horizont erscheinen und sagen: Ich bin es, ich helfe Euch, ich rette Euch. NEIN, das müssen wir machen, wir ganz allein und doch miteinander.

Das fängt bei den kleinsten Sachen an. Ein Mensch mit Wurzeln aus Japan, China o.ä. ist kein Fidschi, er ist Mensch. Ein magersüchter Mensch ist genauso ein Mensch wie ein übergewichtiger und dabei ist egal welche Hautfarbe er hat. Menschen können lieben wen sie wollen, nun auch heiraten, egal wie die Konstellation aussieht. Bitte verschließt Eure Augen nicht, wenn ihr Rassismus auf den Straßen seht, Mobbing in der Schule oder am Arbeitsplatz mitbekommt oder homophoben Menschen begegnet.

Werdet laut für ein bisschen mehr Nächstenliebe und ein bisschen mehr Toleranz. So kann jeder die Welt ein bisschen besser machen bzw. unsere Heimat ein bisschen besser machen. – Wir haben nur diese eine.

 

Der Beitrag ist mein persönliches Empfinden und sicher ist nicht alles erwähnt wurden, was erwähnt hätte werden sollen. Hier geht es um die Botschaft und um meine Gedanken.
Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s