LETS WATCH: THE PROMISE

Foto: capelight pictures

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Ich durfte für Euch „The Promise – Die Erinnerung bleibt“ ansehen und hier gibt es für Euch eine kleine Review. – Ab 17. August 2017 im Kino!

Der Film thematisiert ein sehr brisantes Thema: Den Völkermord an Armenien. Eine der Hauptfiguren ist Michael (Oscar Isacc), der kurz vor dem Ausbruch des ersten Weltkrieges, nach Konstantinopel (Istanbul) geht, um ein Medizinstudium zu beginnen. Dort lernt er Künstlerin Ana (Charlotte Le Bon) und den amerikanischen Fotojournalisten Chris Myers (Christian Bale) kennen. Das Dreiecks-Karussell beginnt indem Michael sich in Ana verliebt, die aber mit Chris liiert ist. Ana, die ebenfalls armenische Wurzeln hat, gibt ihren Gefühlen nach und beginnt eine Liaison mit Michael. Zeitgleich gerät Konstantinopel in Chaos, der Krieg bricht aus und Ana und Michael sind als Armenier in Gefahr! Die beiden wollen flüchten, Michael gerät dabei in einen Hinterhalt und so beginnt, in Angesicht des drohenden Genozid an den Armeniern, nicht nur der Kampf um die Liebe, sondern ums nackte Überleben. 

SABOTAGE BEREITS VOR KINOSTART

Bereits vor dem Kinostart sorgte der Film für Aufregung indem er über 4.000 negative (1-Sterne) Bewertungen bei imdb erhielt, wie Filmstarts berichtet. Diese Downvoting-Kampagne kann der Türkei zugeordnet werden. „The Promise“ ist die erste Hollywoodproduktion zu diesem brisanten Thema. Des öfteren haben sich bekannte Regisseure (z.B. Mel Gibson) daran versucht, es aber nie in die Tat umgesetzt, auch hier wird ein Eingreifen der Türkei vermutet. Auch der Versuch von Fatih Akin mit seinem Film „The Cut“ floppte.

Übrigens noch immer bestreitet die Türkei den Völkermord an Armenien.

VON ARMENIER FINANZIERT

Ebenfalls wichtig zu erwähnen ist, dass der 2015 verstorbene Geschäftsmann Kirk Kerkorian, der armenischer Abstammung war und als König von Las Vegas galt, die Produktion des Filmes fast vollständig finanziert hat. So wollte er gezielt Aufmerksamkeit für das Thema erreichen. Knapp 90 Mio. Dollar (ca. 80 Mio. Euro) kostete die Produktion um Regisseur Terry George (oscarnominiert für „Hotel Ruanda“, ebenfalls war Völkermord das Kernthema).

FAZIT

Das Thema ist für die Macher eine Herzensangelegenheit und das merkt man an der Umsetzung. Die von der Kamera eingefangenen Bilder und die grausame Hinrichtung der Armenier machen dem Zuschauer nur annähernd deutlich wie es wohl damals gewesen sein muss. Das Spiel der Liebesgeschichte & des Politischen Themas finde ich gelungen, nichts ist zu weit im Vordergrund oder in den Hintergrund gerückt. Durch die Einbringung der Liebesgeschichte um Ana und Michael findet der Film sicher bei einer breiteren Masse „Anklang“.  Eine gefühlvolle Liebesgeschichte, die tragischer nicht enden könnte. Die Besetzung ist natürlich hollywoodreif und meines Erachtens passend.

Für mich war dieser Film wirklich emotional, zu sehen wie ein Mensch auf seiner Flucht vor dem Krieg alles und jeden verliert der ihm was bedeutet ist grausam und traurig. Die Umstände die Michael durchleben musste sind erschüttert und wahnsinnig ergreifend. Man kann nur vermuten wie es in Wirklichkeit für diese Menschen gewesen sein muss und wie es für Menschen ist, die sich gerade jetzt auf der Flucht befinden, um sich wieder sicher zu fühlen. Als dann noch The Promise von Chris Cornell im Abspann lief…

Meine Bewertung: 4,5 von 5 Sternen.

Um Euch einen Eindruck zu verschaffen habe ich hier noch den Trailer für Euch:

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