MEIN FESTIVALSAISONCLOSING MIT DEM LOLLAPALOOZA BERLIN

Lollapalooza Berlin

Bereits letztes Jahr wollte ich auf das Lollapalooza Festival in Berlin. Damals habe ich leider keine Tickets mehr bekommen, aber dieses Jahr hat es geklappt und meine beste Freundin war ebenfalls mit von der Partie. Für viele war Lollapalooza vor zwei Jahren noch völlig fremd, für mich nicht, ich habe es bereits online verfolgt, zum Teil wurden die weltweiten Festivals (Brasilien, Argentinien, Chile, Chicago) in Webcasts gestreamt.

Samstag ging es also ziemlich früh nach Berlin, halb acht um genau zu sein. Wir fuhren zu unserem Hotel, checkten ein und machten uns noch einmal kurz frisch, so wie das eben ist. 😉 Hotel war völlig in Ordnung, ausreichend und gut gelegen – ein Bus und die Ringbahn brachten uns unter 30 Min. direkt zum Treptower Park. Da waren wir also, bei über 30 Grad in Berlin, kurz vor dem Einlass, voller Vorfreude und mit vollen Tetrapaks (Trinken! Immer Trinken! – wegen der Wärme versteht sich).

Auf der Absolutallee hatte man einiges zu bestaunen. Am Boden diverse Beschriftungen, am Rand Stände, den grünen Kiez und viele bewegliche Attraktionen. Die Allee war das Verbindungsstück des viel zu verwinkelten Geländes. Die Wege waren dadurch sehr lang und es hat eine gefühlte Ewigkeit gedauert. Wer also mal schnell die Bühne wechseln wollte, musste ordentlich Zeit einplanen.

Am Absolutstand gab es dann eine innovatische Beleuchtungskonstruktion (siehe nachfolgendes Bild). Leider habe ich gar kein Bild im Dunkeln gemacht. An der Bar in der Nähe gab es dann auch das Absolutlolla-Getränk, bestehend aus Waldmeisterlimo, Limettensaft, Minze, Beeren und natürlich Absolut Vodka.

Absolut Lolla

Der erste Auftritt den wir uns komplett angesehen haben, war der von Lindsey Stirling. Beeindruckend! Auch wenn ich sie schon ziemlich lange kenne, habe ich sie das erste mal live erlebt. Die Mischung aus Violine und Electrobeats hat mir mehrfach Gänsehaut verschafft – und das bei über 30 Grad!!! Daher muss ich das Konzert hier mal besonders hervorheben 🙂

Irgendwann kam er dann, der Hunger… und er war da… und riesig groß. Ich entschied mich für das typische Festivalessen – Bratwurst! Meine Freundin entschied sich für einen Baumstriezel (die Standbesucher stammen übrigens aus Dresden – Juchey! Sachsen unter sich 🙂 ), vom Lollapalooza Foodmarket. Ja genau ein GANZER Foodmarket! Ich finde ja das sollte es auf jeden Festival geben. Unglaubliche Vielfalt! Ganz viel Liebe dafür! ♥

Foodmarket auf dem Lollapalooza

Mein Highlight des Tages war die letzte Band der Mainstage: Kings of Leon. Ich weiß nicht wie viele Jahre ich schon versuche sie live zu sehen und plötzlich war es soweit. Sie waren da, auf der Bühne, klangen so viel besser als auf der CD/Spotify. Grüße gehen raus an die Mädels aus Leipzig die sich zufällig direkt neben uns gesetzt haben! – Die Welt ist halt ein Dorf. By the way, einen Song solltet ihr natürlich alle kennen, hier ein kleines Video für Euch:

Zweiter Tag, später Nachmittag. Endlich abgehen! – Major Lazer zündeten ein Feuerwerk der guten Laune! Ich kennt meine Schwäche für einen der drei Herren ja bereits 😉

Neben den Musikacts gab es auf dem Lollapalooza viel zu entdecken. Es erinnerte mich etwas an das Burning Man Festival als Attraktionen wie der „Running Man“, Flugobjekte oder andere Skulpturen über das Gelände spazierten. Wirklich cool um die Wartezeit für Acts oder ähnliches zur verkürzen.

Running Man Lollapalooza

Lobend erwähnen muss man auch das Kidzpalooza! Liebevoll hergerichtet, viele Schattenplätze, Abkühlung für die Kleinen (und auch Großen :P). Wir haben uns hier des öfteren aufgehalten. Hier waren die Wiesen noch grün und alles schön bunt dekoriert.

Abschließend waren wir auf der After Show Party im Musik und Frieden. Zunächst sei gesagt, wirklich cooler Club! Wir sind etwas eher vom Festival los, verzichteten auf einige Acts, denn es wurde neben Martin Solveig, Tujamo und Hell Yes ein Special Act angekündigt. Hier haben wir schon einige Gerüchte gehört und auch vor dem Club unter den Besuchern gab es jede Menge Spekulationen. Okay, wir wagten es! Es dauerte etwas bis der Club voll wurde, verständlich – das Festival lief ja noch. Die Spielzeiten verschiebten sich etwas, aber dann kam Martin Solveig auf die Bühne. Ich hab wirklich keine Ahnung ob es an Berlin lag oder an Martin selbst, aber was er gespielt hat konnte er nicht ernst meinen. Technoides Geschrammel und das obwohl richtige Hardcore-Fans im Tennisdress anwesend waren, die sicher auf einige seiner Hits gewartet haben (das hätte sicher auch die Stimmung nach oben gebracht)! Ich habe da etwas anderes erwartet. Zwischenzeitlich stand kein unbekannter neben mir. Ich sah meine Freundin an und sagte ihr: „Da ist er! Der Special Act! Es ist Zedd! Cool!“ – Zedd war eine Vermutung von uns, daher freuten wir uns. Er verschwand immer wieder Backstage und kam wieder vor. Ein Hin und Her. Plötzlich übernahm Tujamo die Decks, der eigentlich erst nach dem Special Act spielen sollte. Zedd stand die ganze Zeit neben uns und dort waren auch ein paar Bekannte von ihm, diesen zeigte er mit einer Handbewegung, dass Ende ist, er spielt nicht, er geht jetzt. – Ja ihr habt richtig gehört. Ich glaube meine Kinnlade hing bis in den Kniekehlen. Ich konnte und kann es immer noch nicht fassen! So etwas hätte ich vielleicht von Martin Solveig erwartet, aber nicht von Zedd. Also lieber Anton, du hast einen Fan verloren. Sicher, ich weiß nicht ob du die Entscheidung getroffen hast oder dein Tourmanager, aber es fällt nun mal auf dich als DJ zurück. Auf meine Nachfrage war der Club ebenfalls ziemlich „geschockt“ suchte noch einen Ersatz, aber es war einfach zu kurzfristig. Wäre alles nicht so schlimm gewesen, wenn Tujamo nochmal so ein geiles Set wie auf dem Festival gespielt hätte. – Pustekuchen, er orientierte sich an Solveig. Als er von der Bühne ging und Hell Yes übernahm, sah er weiß Gott nicht gerade glücklich aus. Haben die Acts also bestimmte Auflagen bekommen? Alles in allem war das ein Satz mit X, denn mit Techno kann ich absolut nichts anfangen. Und liebes Berlin, nur weil ich vor einem Club stehe, braucht ihr mir nicht im Minutentakt Drogen anbieten! – Noch nie so krass erlebt wie hier.

Fazit: Ein cooles Festival! Für den Preis (139 Euro) hat man ordentliche Acts gesehen (Kings of Leon, Lindsey Stirling, Aurora, Major Lazer, Odesza, Kaiser Chiefs, etc.). An der Feierwütigkeit einiger Besucher kann man noch arbeiten. – Oder waren die nur da um gesehen zu werden? Auch an den Bühnen vermisste ich ein bisschen Show. Konfetti, Feuer usw. Die Müllsituation vor Ort war okay, allerdings hätten mehr Müllbehälter aufgestellt werden können, denn die die da waren quilten über. Der Park hat nach meinen Beobachtungen nicht so viel abbekommen, da alles abgesperrt war. Die Location Treptower Park war gut zu erreichen und die Bäume schenkten bei den Temperaturen gut Schatten. Allerdings war alles viel zu weit weg und verwinkelt. Ich bin gespannt wo es 2017 stattfindet, der Treptower Park soll ja einmalig als Veranstaltungsgelände genutzt werden.

Wer von Euch war denn auch da? Wie sind Eure Eindrücke und was wünscht Ihr Euch für 2017?

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