Electric Love 2016 | Festival-Review

Electric Love Festival 2016

Gerade erst zu Hause angekommen & schon blickt man auf die vergangenen Tage zurück und zieht ein Fazit des Festivals. So ist das zumindest bei mir. Ich war mit meiner besten Freundin die letzten fünf Tage in Salzburg. Wir haben das Electric Love Festival besucht. Da wir beide nicht wirklich Lust hatten fünf Tage zu zelten, fiel die Wahl auf eine Ferienwohnung in Nähe des Hauptbahnhofes.

BorgoreAm Mittwoch startete die Fahrt zu einer humanen Zeit und wir hatten auch ohne Reservierung einen Platz im ICE gefunden. – Yippieh! Die Verbindung zwischen Leipzig und München ist ziemlich gut, stündlich fahren hier Züge. Den restlichen Weg fuhren wir mit einer, ich nenne es mal „Regionalbahn“. Am Hauptbahnhof in Salzburg angekommen liefern wir nur wenige Minuten und waren bei der gebuchten Unterkunft. Nach kurzem Lebensmittel-Shopping und Bolo-Kochen (Spaghetti Bolognese!) ging es dann auch schon los. Denn Mittwoch stand die erste Shuttlebus-Fahrt vor der Tür. Vor dem Festival schmissen die Veranstalter nämlich eine kleine Warm Up Party auf dem Gelände. Mainact dieser Party: Borgore.  Bis mann dahin kam, musste man natürlich sein Ticket in ein Bändchen umtauschen. Hier ist mir unbegreiflich wie es sein kann, dass an den Ticketschaltern eine Minimalbesetzung ist (das wurde auch den nächsten Tag beim Festivalticket nicht besser!). Zusätzlich waren zwischenzeitlich sogar die Bänder alle! Dies bedeutete extrem lange Wartezeiten. Liebe Veranstalter, DAS geht BESSER. Nichtsdestotrotz haben wir den Abend genossen, Borgore hat ein super gutes Set gespielt und auch die Shuttlefahrt zum Hbf ging fix und war ohne lange Wartezeit möglich. Allerdings hatten wir mal einen Fahrer erwischt, der Tatsache nicht wusste wie es nach Salzburg ging. Da fehlen einen doch die Worte 😉

 

Am nächsten Tag standen wieder einige Acts auf den Plan die wir unbedingt mal sehen wollten: Alan Walker („Faded“), LNY TNZ, Will Sparks, Jauz, The Chainsmokers und natürlich das grandiose Opening mit Felice. Zur Einstimmung war das schon gar nicht schlecht. Über Tops und Flops rede ich am Ende noch. Jedoch ist zu sagen, Hut ab, liebe Veranstalter, das Opening war der Wahnsinn. Ich habe noch nie gehört wie ein Chor die EDM/Electronic-Songs so hinschmettert! Die Pyrotechnik war natürlich auch atemberaubend.

Yellow Claw

Der für uns wichtigste Tag war allerdings Tag 3 (Tag 2 des Festivals). Hier legten DJ(Teams) wie Dirtcaps, Valenthino Khan, JACK Ü (Liebe ♥), Dyro, Yellow Claw,  Headhunterz, Zomboy und Camo & Krooked auf. Da schlägt das Electro-Trash-Hardstyle Herz gleich höher. Der junge Herr *hust* auf dem folgenden Foto sollte aufmerksamen Lesern und Fans der Electro-Szene ein Begriff sein. Mein Verlobter! – Diplo! 😀 – Hier bereits ein Beitrag warum es manchmal sein muss, tausende Kilometer zu fahren, um einen DJ zu sehen.

Diplo (JACK Ü)

Der Freitag bedeutete volle Power, wir waren seit 14 Uhr vor der Mainstage in Reihe 1 und verließen diese erst zum Finale wieder, nach zahlreichen Fratzenfasching Aufnahmen von Mr. Liveübertragung und Mr. Aftermovie. Sicher, wenn ich auf einem Festival bin, gibt es Acts die ich absolut vergöttere, auch gern in der ersten Reihe stehe, einfach weil ich sonst nichts sehe 😀 und nach drei, vier Stunden eskalieren sieht man eben nicht mehr so perfekt aus, genau in solchen Momenten lauert dann die Kamera 15 cm von dir entfernt.

Den Abschluss vom Freitag machte für uns Zomboy. Ein wahnsinnig geiles Set! Selbst Dyro konnte im Backstage nicht still stehen. Hier ein kleiner Ausschnitt aus dem Set von mir festgehalten:

Und plötzlich war Samstag, der letzte Festival-Tag. Völlig geschafft von Freitag, war gut das uns das Line Up erst später ansprach. Wir konnten also nochmal entspannt Essen gehen und ausschlafen. Doch dann nahm der Tag eine weniger erfreuliche Wendung. Deorro hat seinen Auftritt abgesagt, Headliner Hardwell kann wegen eines Streikes nicht eingeflogen werden und Martin Solveig legte ein 2,5 h Set hin. Das war zu viel für mich! Sicher ich mag auch mal House-Musik, gerade Summerbeats haben an diesem Tag super gepasst. Aber Freunde, das war hart. Wir wollten Hardwell sehen und niemand sagte was Phase war, sicher der Veranstalter kann absolut nichts für einen Streik, aber die Kommunikation war grausam. Wir wunderten uns warum Martin Solveig immer noch spielt, waren genervt, wussten nicht was los ist und dann kam eine Message von Hardwell selbst auf der Leinwand. Ausbaden durfte die Enttäuschung nun KSHMR und das hat er absolut geschafft. Er hat den Festival-Samstag gerettet. Hört selbst:

Abschließend nun ein Resümee 🙂

TOPS: Preis-Leistung (für den Preis so ein Line up, das ist selten!), Gelände, Pyrotechnik, humane Getränkepreise, Shuttle-Service

DJs: KSHMR, JACK Ü, Dyro, Borgore, Will Sparks, Jauz, Zomboy,

FLOPS: Eingangs-/Kontrollbereich (Ein- und Ausgänge gehören bei 180.000 Besuchern getrennt! – Kontrollen dürfen auch mal genauer gemacht werden!), zu lange Wartezeiten bei Tickettausch, Tokencard-Aufladung etc., auch am dritten Tag darf das Wasser nicht ausverkauft sein!

DJs: Sigma, Camo & Krooked, Martin Solveig, Alan Walker, MAKJ

FAZIT: Auf jeden Fall ein Festival, was man als Electro-Fan und auch als Hardstyle-Fan besuchen sollte. Allerdings kann noch einiges verbessert werden. Aber das sollte bei einem so jungen Festival (ich glaube das war erst die vierte Auflage) noch machbar sein. Was ich nicht akzeptieren kann und was einen Besuch nächstes Jahr in Frage stellt: Am Festival-Tag 1, Donnerstag, kam es während der Maintime fast zu einer Massenpanik am vorderen Ein- UND Ausgang an der Mainstage, ich und meine beste Freundin mittendrin. Ich hatte noch nie(!) solch eine Angst. An den folgenden Tagen war es wohl besser, da die vierte Stage eröffnet wurde.

Ich hoffe ich konnte Euch das Festival etwas näher bringen. Welche besucht ihr denn 2016? 🙂

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