LETS WATCH: SNEAK PREVIEW #KW25

The Neon Demon / Foto: Presse

Mensch, das hat ja super geklappt. – Lass uns das nächste Woche gleich nochmal machen!

Gemeint ist die Sneak Preview, montags, im Cinestar. Wir starteten also einen neuen Anlauf. Selber Begleiter, selbe Plätze, nur eine Woche später. Nach der wöchentlichen Fragerunde begannen auch die Trailer. Kurzfassung: Horror / Thriller / Horror / Weißer Hai Mist. Da kann man sich auch als nicht regelmäßiger Sneak-Besucher denken in welche Richtung der gleich startende Film geht. Yay.

Der Vorspann beginnt, die Schauspieler-Namen werden einzeln eingeblendet. Alles ziemlich nichtssagend, wir wollten ja wissen welcher Film es ist und konnten es so überhaupt nicht eingrenzen. Dann erscheint der Schriftzug Keanu Reeves. Okay, das ist jemand bei dem ich Gesicht und Name zuordnen kann. Dann zeigt sich endlich der Filmtitel der von Synthesizer Musik unterlegt wird: The Neon Demon. – Ab 23.06.16 im Kino!

Zu Beginn sieht man die Szene auf nachfolgendem Filmposter.  Jesse (Elle Fanning), ein 16-jähriges Mädchen, was von der großen Modelkarriere in Los Angeles träumt. Wir sehen also ein Foto-Set! Sie strotzt vor absoluter Dünnhäutigkeit und Naivität. Ihre Stimme, einschläfernd. Bereits zu Beginn tritt Ruby (Jena Malone, bekannt aus Tribute von Panem) in Erscheinung. Sie verkörpert die Visagistin des Fotografen und nimmt sie mit auf eine „abgefahrene“ Party. Hier trifft Jesse auf die Modelfreundinnen von Ruby:  Sarah (Abbey Lee) und Gigi (Bella Heathcote). – Dünne Hungerhaken, die direkt eine Konkurrenz in Jesse sehen.

The Neon Demon / Foto: Presse

Okay, also erstmal eine typische Ami-Story. Doch wo ist Keanu Reeves? Und wann entsteht eine komplette Handlung die auf einen Horror/Thriller Film hinweist?

Nach einem Abend mit ihrem Fotografen (absolut jugendfrei) betritt Jesse ihr Motel-Zimmer und sieht eine Gestalt im Dunklen. Sie stößt vor Schreck die Tür wieder zu. Steht davor & typisch für das Genre: Ach los komm, lass noch mal rein sehen, da ist bestimmt nichts. Kurz bevor sie die Tür öffnen kann, kracht es & sie rennt und rennt. Zu ihrem Vermieter: Hank (Keanu Reeves). Der packt noch seinen Schlägertypen mit ein und checkt das Zimmer, siehe da, nicht irgendein Perversling oder eine Konkurrentin warteten im Zimmer sondern ein Raubtier. Plötzlicher Szenenwechsel, was noch häufiger zusammenhangslos passiert.

Nach weiteren verstörenden Szenen, die ständig von Realität zu Gedanken- und Traumwelt hin und herspringen, flüchtet Jesse aus dem Motel-Zimmer zu Ruby. Hank hat wohl eine 13-jährige in ihrem Nebenzimmer vergewaltigt, klopfte zu erst bei ihr an. Kaum ist sie bei Ruby angekommen, folgen erneut eine Reihe an Dialogen, wo man sich denkt: Ist das dein Ernst? So einschläfernd und langweilig. Schlussendlich steht Ruby auf Jesse, versucht die Jungfrau zu überzeugen mit ihr zu schlafen. Jesse wehrt sich, stößt sie weg. Ruby verlässt gekränkt das Zimmer, das Haus, geht auf Arbeit, vergeht sich an einer Leiche und kommt gegen Abend zurück mit ihrer Model-Gang. Natürlich hat Jesse in dem Zimmer noch beruhigt geschlafen, auch wenn sie da gerade jemand vergewaltigen wollte.

+++ Achtung: Wenn ihr zu gute bildliche Darstellung habt, lest lieber nicht weiter! +++

Unter dem Motto „Schönheit ist nicht alles, sondern das Einzige“ kommt jetzt nach und nach „Schwung“ in die Bude. Daher hier die Kurzfassung: Jesse erreicht den Hochpunkt der Selbstverliebtheit. Die Gang jagt sie durch das Haus. Sie treffen sich am Pool wieder. Ruby stößt Jesse in den leeren Pool. Sie liegt am Boden und die Gliedmaßen zucken noch. Szenenwechsel. Ruby in der Wanne, blutverschmiert mit Jesse’s Blut. Die anderen zwei duschen in dem Blut. Die drei haben Jesse aufgegessen. Erneuter Szenenwechsel. Ein Modeljob, der Fotograf (er wurde von uns liebevoll auf Juri getauft) will beide an einem Pool fotografieren. Gigi wird schlecht und sie kotzt ein Auge aus, von Jesse. Gigi will Jesse aus sich herausbekommen und jagt sich eine Schere ins Herz. Sarah steht emotionslos daneben, isst das ausgekotzte Auge und geht zurück zum Shooting. Aus. Filmende. Ahja. Zwei Stunden Nonsens vorbei.

Man muss zugeben das Regisseur Nicolas Winding Refn zum Teil ziemlich gute Bilder erschaffen hat. Jedoch ist der Film für mich absoluter Müll. Ja doch, das kann man sagen. In Cannes wurde der Film sogar ausgebuht! Fraglich auch, welche Produktionen da Millionen ausgeben… Zum Glück geht es in der Sneak immer etwas lockerer zu und alle scherzten nach Belieben über einige Szenen. Man hatte also trotzdem Spaß & ich weiß was ich meinem besten Freund zu Weihnachten schenken werde. 😀

Meine Bewertung: 1,5 von 5 Sternen.

PS: Lesenswert ist mal wieder die Kritik von Spiegel-Online (mit Hintergründen über den Regisseur).

PSS: Seht es mir nach, wenn Euch dieser Film gefällt. Das Genre ist einfach nichts für mich.

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