Birthday, Rom & ein Überfall. – TRAVEL DIARY

Forum Romanum

Einfach ein paar Tage weg, das war der Plan. Im März wurde das Hotel und die Flüge gebucht. Dann war es soweit: Ich und fliegen. Ich und Rom. Ich hob ab. Hier zeigte sich Berlin nochmal von seiner schönsten Seite. Ein toller Sonnenaufgang, den ich mit dem Handy festhalten konnte.

Abflug nach Rom

Halb neun erreichen wir pünktlich italienischen Boden. Ich bin in Rom, der Koffer auch. Eine wilde Fahrt in die Innenstadt später (Wir nutzten den Transfer von Terravision), waren wir auch schon im Stadtzentrum, am Hauptbahnhof. Unsere Bookerin des Vertrauens hat uns ein Hotel ganz in der Nähe vorgeschlagen, so waren wir auch schon 5 min später an der Rezeption und konnten sehr schnell und noch weit vor der Checkin-Zeit in unser Zimmer. Kurzes Ankommen und vor allem umziehen standen auf dem Programm. Denn in Rom war es bereits morgens sehr warm. Da wir noch den vollen Tag nutzen können, verschenkten wir keine Zeit und erkundeten schon einmal die Umgebung und liefen zum Pantheon und sogar bis zum Trevi-Brunnen. Dieser wurde vor kurzem erst restauriert/saniert und strahlt jetzt im neuen Glanz. Hier schmissen wir natürlich mit der linken Hand über die rechte Schulter eine Münze, so wie sich das gehört! 🙂 Es heißt, wenn man das macht, kehrt man irgendwann nach Rom zurück.

Trevi Brunnen

Danach taten uns etwas die Füße weh, aber als wir zurück im Hotel waren ruhten wir uns noch etwas aus. Denn es war der Abend vor meinem Geburtstag! Wie der Zufall es wollte legten in Rom ein paar DJs aus Leipzig auf und auch ein paar bekannte Gesichter waren hier. Also hieß es rein mit der importierten Berliner Luft, in Stimmung gebracht und aufgemotzt!

Stefanik und Kaden

Mehr Bilder gibt es aus der Geburtstagsnacht leider nicht. Warum? Da muss ich etwas ausholen… Nach einer durchfeierten Nacht und mit dem Wissen, dass der Geburtstag vollgepackt mit Kultur ist, haben wir wohlwollend den Club gegen drei Uhr verlassen. Laut Handy-App war es noch ein ca. 5 Minuten Weg zur Bushaltestelle. Bereits nach wenigen Metern waren wir etwas orientierungslos und sahen erneut auf mein Handy, da ich ein kleines Auslands-Datenvolumen gebucht hatte. Wie aus dem nichts standen plötzlich zwei dunkel gekleidete Männer vor uns, die Cap ins Gesicht gezogen, stießen mich weg und rissen mir gleichzeitig mein Handy aus der Hand. Sie rannten, meine Freundin rannte, wenig später rannte auch ich. Bis ich merkte es ergibt keinen Sinn. Diese Arschlöcher haben mir mein Handy geklaut. An meinem Geburtstag. Tolles Geburtstagsgeschenk. Ich war wütend, angetrunken und verzweifelt. War nach kurzer Zeit im Taxi allerdings wieder bei klarem Verstand und machte mir eine Liste in meinem Kopf was ich machen muss. SIM Karte sperren, Passwörter ändern, Versicherung checken und informieren, meine Familie und Freunde informieren, das man mich lieber nicht anrufen sollte. Es war grauenvoll. Man dachte einfach immer das man was vergessen hatte. Zum Glück hat weitestgehend alles geklappt. Das Ersatztelefon und die Ersatz-SIM lagen bereits zu hause als ich wenige Tage später wieder nach Hause kam. Viel schlimmer finde ich dieses Gefühl von Unsicherheit, was ich immer noch ein wenig habe. Ich dachte es verlässt mich, sobald ich diesen Ort verlasse, aber weit gefehlt. Die Nächte in Rom konnte ich nur mit Licht schlafen. Das klingt vielleicht lächerlich, aber irgendwie hat mir das geholfen. Ähnlich wie früher, als man dachte man hat ein Monster unter dem Bett. Aber es hätte alles noch viel schlimmer kommen können, ständig stell ich mir vor, was gewesen wäre, wenn wir diese Typen eingeholt hätten. Hätten die uns verprügelt bzw. niedergestochen? Oder was wäre gewesen, wenn die schon beim Überfall ein Messer dabei gehabt hätten. Diese Gedanken sind nicht schön. Aber bei mir kamen die im Nachhinein automatisch. Da es wirklich ein ganz schöner Akt war in Rom eine Polizei zu finden, die einen versteht habe ich mal kurz zusammen gefasst was zu tun ist.

Ich wurde in Rom beklaut, was mach ich jetzt?

  • Versucht klare Gedanken zu fassen
  • Merkt Euch in etwa die Gegend wo es passiert ist + Datum und Zeit
  • Sperrt die SIM Karte + fordert Ersatz an (Die Rufnummern eurer Provider auch für Auslands-Fälle findet ihr im Internet, nutzt wenn ihr könnt z.B. das Hotelinternet)
  • Auf dem Termini in Rom (Hauptbahnhof) gibt es eine Polizeistation: Diese befindet sich auf Plattform 1 (Gleis 1) – Wenn ihr ein Zugticket habt sollte das Erreichen kein Problem sein. Wir jedoch hatten keins und mussten auf der Hauptebene auf Höhe „united colors of benetton“ zu einen kleinen Polzeistation in einem Containerkasten, ähnlich wie man es bei uns von Baustellen her kennt, dieser her hat uns ein Zettel gegeben, womit wir dann die Plattform 1 erreichen konnten. Wir haben mehrere Versuche gebraucht um überhaupt reingelassen zu werden. Sonntag am späten Nachmittag hatte es dann geklappt.
  • Fragt nach einen Report für die Versicherung und einer Kopie dessen
  • Ändert Passwörter von wichtigen Accounts
  • Wenn ihr Banksachen mit eurem Handy erledigt, denkt darüber nach ob ihr etwaige Karten sperren müsst etc! (war bei mir zum Glück nicht der Fall)
  • Wenn ihr ein iPhone habt, wie ich, könnt ihr über die iCloud eurer iPhone suchen, aber auch Löschen(!), das bedeutet eure Daten verschwinden von dem Telefon und der Dieb kann diese und auch das Telefon nicht mehr nutzen! – So seid ihr vor Missbrauch geschützt und keiner eurer Kontakte bekommt einen zweifelhaften Anruf.

Colosseum in Rom

Nun ja, die Stimmung war also getrübt, aber das Colosseum und das Forum Romanum stand auf dem Programm. Zu erst kauften wir uns ein 3-Tages Ticket für die Metro (18 Euro) mit denen man so oft fahren kann wie man will. Alle großen Attraktionen werden angefahren und eine dritte Metro-Linie wird gerade gebaut.

Ich versuchte diesen Anblick zu genießen und das Wetter tat sein Übriges. Die Sonne schien und wir betraten das Amphitheater. Beeindruckend wie riesig es ist. Man denkt ja immer: „Ach guck das Colosseum“, wenn man es im TV oder Bilder sieht, aber wenn ihr davor steht ist es einfach mächtig. Wir waren auch drin, standen trotz bereits gebuchten Ticket (16 Euro) ein paar Minuten an. Aber es hat sich gelohnt. Wir standen dort, wo Gladiatoren kämpfen mussten, wo sich 70.000 Leute auf die Ränge quetschten und wo die Kaiser mit besten Blick aufs Geschehen saßen. Hinweis: Es wird bei allen Einrichtungen ein Audioguide (5 Euro) angeboten.

Colosseum

Direkt nebenan findet Ihr das Forum Romanum, ein sehr großes Gelände. Also bequeme Schuhe sind hier von Vorteil 😉 Der Audioguide half ganz gut bei der Entwirrung einiger Überbleibsel, die zunächst aussahen wie wahllos hingelegte Steine. Aber auch gut erhaltene Bauten findet ihr hier. Es gibt hier auch einen Brunnen, an dem ihr eure Wasserflaschen auffüllen könnt. Denn anders als im Colosseum ist hier das mitbringen von Getränken erlaubt. Danach waren wir noch eine Kleinigkeit essen und haben noch etwas die Gegend erkundigt.

Forum Romanum

Montagmorgen gab es dann auch gleich den nächsten Programmpunkt: Das andere Land. Der Vatikan. Trotz unseres frühen Starts war die Metrostation komplett überfüllt. Wir fuhren mit der Linie A bis „Ottaviano – S. Pietro“, ab hier waren es noch 5 Minuten Fußweg. An ziemlich jeder Ecke standen Leute von Touristikinformationen, die man auch fragen konnte, wenn man sich nicht mehr so sicher ist, ob man richtig ist. Wir haben auch hier ein Ticket vorab gebucht, über das Rome Museum (etwa 30 Euro). Da wir eine Zeit angeben musste, trafen sich alle zu dieser Zeit bei einem Mann der ein Schild mit „Rome Museum“ in der Hand hielt, dieser brachte uns über den Gruppeneingang rein und gab uns die Tickets, begleitete uns sogar bis zum Eingang. Dann waren wir auf uns gestellt. Und dann erstmal diese Aussicht auf den Petersdom:

Petersdom

Vatikanische Museen

Es gab gefühlte 3,89 Mio. Museen. Durch alle sind wir durch, denn wir wollten ja zur Sixtinischen Kapelle. Der Weg dahin war durchaus ziemlich beeindruckend und atemberaubend. Die ganzen Malereien und Verzierungen sind der Wahnsinn. Seht selbst: Vatikanische Museen

Vatikanische Museen

Danach sind wir, wie sich das gehört noch in den Petersdom, der Eintritt hier war frei, denn die Kuppel wollten wir nicht herauf steigen. Die Ansicht von „unten“ ist so schon atemberaubend. Einen kleinen Einblick zeigt Euch nachfolgendes Bild. Wie es in Kirchen üblich ist gab es viele Goldtöne, viele Verzierungen, sehr beeindruckend! Da wir uns derzeit im heiligen Jahr (Heiliges Jahr der Barmherzigkeit) befinden, durften wir durch die Heilige Pforte gehen & die Figuren berühren. Es heißt weiterhin: „Wer dreimal durch diese Pforte schreitet, dem werden die Schuld und Sündenstrafen nachgelassen. Es ist ein Wunder, das die Menschen erleben…“ (Quelle:Heilige Pforte) – Hinweis: Bitte kleidet Euch angemessen! (Schultern und Knie bedeckt + lieber keinen Ausschnitt) Wir ließen den Tag dann in einer wirklich guten Bar, in Nähe unseres Hotels und somit auch des Termini, mit schönem Außensitz ausklingen: The Bramble Bar.

Petersdom

Am letzten Tag haben wir unsere Koffer gepackt und sind noch einmal zum Colosseum, Spanischer Treppe und dem Trevi-Brunnen gegangen, haben einige Souvenirs für Familie und Freunde erstanden, haben noch einige Erinnerungsfotos gemacht und anschließend bis zur Abfahrt des Transferbusses die Sonne im Florian’s Cafe genossen. Wir wussten ja, dass in Deutschland fürchterlich kalte 7 Grad auf uns warteten.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s