#NOLEGIDA – die Zweite.

Der Tag danach. – Zu viele Eindrücke, zu viele Presseberichte, zu viel Randale!

Zum zweiten Mal fanden in Leipzig Gegenveranstaltungen unter dem Motto #NOLEGIDA statt. Ganze 19 Veranstaltungen fanden in der Innenstadt statt, darunter viele Mahnwachen und ein paar Kundgebungen. Ich entschied mich für die Kundgebung „Courage.Zeigen!“ – diese lag direkt am Augustusplatz – direkt gegenüber der Demo von Legida.

Der Weg dort hin war dann doch einfacher als gedacht. Da die Bahnen nicht fuhren bin ich auf die S-Bahn umgestiegen. Die brauchte zwar eindeutig länger, weil sich der Verkehr staute, fuhr aber bis HBF, Markt etc durch. Am Hbf angekommen wollte ich diesen verlassen, eigentlich sollten die Seiteneingänge ja noch geöffnet sein, aber nix da. Ostseite komplett verschlossen. Ein Durchgang durch das Parkhaus war allerdings möglich und so war ein Gang über Hofmeisterstr./Querstr. bis hin zur Kundgebung kein Problem. Ich muss ehrlich sagen, dass diese Kundgebung mehrere tausend Gegendemonstranten umfasste und diese friedlich blieben. Natürlich wurden diese laut! – Aber nicht gewalttätig. Das übernahmen andere. Im Vorfeld der Demoveranstaltungen wurden Signalfeuer auf der Bahnstrecke Dresden-Leipzig gelegt. Liebe Leute – Das ist eine Straftat! Doch auch die Legida-Anhänger die diesmal aus noch mehreren Nazis und Holligans bestanden waren gewaltbereit. (Medien berichteten) Desweiteren wurde bekanntgegeben das, ich nenn es jetzt mal Juniorbrikade der NPD bei der Legida mit marschierte. Die Demonstranten wurden lt. Informationen über die Ritterstraße/Grimmaischen Steinweg zum Augustusplatz gelotst. Die Menschenmenge vor Ort hatte eine Sitzblockade ins Leben gerufen, die auch zur Verspätung der Kundgebung führte. Andere Sitzblockaden wurden bereits Stunden vorher vom Ring ferngehalten. Leute die in die Stadt wollten, wurden von der Polizei abgehalten. Dabei waren die Kundgebungen alle samt angemeldet. Natürlich hat die Polizei weitesgehend gute Arbeit geleistet. Fraglich ist nur warum dieselbige nichts tat, als Journalisten vor Ihren Augen angegriffen wurden? Oder als am Hbf die Situation immer wieder eskalierte? Die Gewaltbereitschaft der Nazis war kaum zu übersehen, so berichten Medien, dass diese sich mit Steinen aus dem Gleisbett bewaffnet hatten. – Warum wird hier nicht eingegriffen? Sicher gibt es auch auf der Gegenseite einige Idioten und Chaoten, aber ein Nichteingreifen, verhindert nicht gerade die Eskalation!

Ich musste mich geschlagen geben, nein nicht von irgendjemanden, aber die Kälte war kaum auszuhalten. Ich danke denen die seit 15 Uhr in der Stadt verharrten! Die Heimfahrt war jedoch nicht gerade leicht. Guten Hoffens bin ich zur S-Bahn am Bayr. Bhf gelaufen. Als ich da war sagten und die Polizisten „Seit einer halben Stunde ist der S-Bahn Betrieb eingestellt. Hier fährt heut nichts mehr.“ – Zum Glück fuhr ein Bus in etwa meine Richtung, diese Chance habe ich genutzt und bin gut nach Hause gekommen. Der öffentliche verkehr fuhr auch 23 Uhr noch mit erheblichen Verspätungen. Zumindest fuhren angeblich die Bahnen wieder korrekt 😉

Alles in Allem hat Leipzig erneut Gesicht gezeigt! Ist für ein weltoffenes Leipzig auf die Straße gegangen. Was die Zeit bringt wird sich zeigen. Aber ich glaube Leipzig wird nicht kampflos (wenn auch friedlicher Kampf) Nazis die Stadt überlassen. Danke für Euren Mut!

Kurzer Einwurf: Facebookfreunde & die Diskussion 

Ich habe es satt! Satt „Freunde“ zu haben die alles kritisieren.- die #NoLegida in irgendeinerweise schlecht machen. Nur weil diese sich angegriffen fühlen, weil die Bahn nicht fährt, weil Steuergelder „verplautzt“ werden oder doch alle einen an der Klatsche haben die da mit laufen, auf welcher Seite auch immer. – Ihr könnt froh sein, dass sich jemand auf die Straße wagt und die Stadt eben nicht den Rassisten und Intoleranten ohne Gegenwehr überlassen wird.

Pressestimmen

„Die Maske ist gefallen“ – OBM Jung ggü. N24/LVZ

Auswertung von Leipzig nimmt Platz

„Pegidas schrille Schwester“ bei Spiegel Online

„Wütende, aber kein Anführer“bei Die Zeit

„Es kamen vor allem Hools.“ bei taz.de

Des weiteren ist Pegida-Gründer Bachmann gestern von seinem Amt zurückgetreten. Gegen ihn laufen polizeiliche Ermittlungen. Außerdem möchte Pegida Legida verklagen, da diese u.a. wohl nicht das Positionspapier unterschrieben haben… Es bleibt abzuwarten wie es sich weiterentwickelt.

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